Tierphysiotherapie

Die Tierphysiotherapie beschäftigt sich, wie die Humanphysiotherapie, mit der Erhaltung der Beweglichkeit und Leistungssteigerung des Körpers. Ein Tierphysiotherapeut beschäftigt sich mit Muskeln, Gelenken, Sehnen, Bändern und Nerven. Durch verschiedenste Behandlungstechniken wie auch Anwendungen von Geräten können folgende Erkrankungen und Probleme behandelt werden:

  • Arthrosen, SPAT, Arthritis
  • Ellenbogendysplasie (ED), OCD
  • Hüftdysplasie (HD)
  • Allgemein zur Schmerzreduktion
  • Lähmungen nach z.B. Bandscheibenvorfall
  • Taktunreinheiten, Lahmheiten, Ataxien
  • Muskelhypertrophie, Muskelatrophie
  • Spondylosen, Spondylarthrose Kissing spines, Cauda-equina-Syndrom
  • Patella-Luxation, Kreuzbandriss, Meniskopathie
  • Lymphödeme
  • Tendinitis, Tendovaginitis, Sehnenschäden
  • Nach Trauma, Unfall, Hämatome
  • Gallenbildung
  • Wundheilungsstörungen
  • Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen
  • Postoperative Betreuung
  • Geriatrische Patienten
  • Prävention, Tiere aus dem Leistungssport

 

Welche therapeutischen Maßnahmen werden in der Tierphysiotherapie angewendet?

Massagen

Mit Massagen hat man die Möglichkeit Gewebe zu tonisieren (anzuregen) und detonisieren (entspannen). Durch den ausgeübten Druck auf das Gewebe werden Hormone ausgeschüttet, die schmerzstillend, durchblutungsfördernd und psychisch entspannende Wirkung auf den Organismus haben.

In der Praxis arbeite ich mit dem Neurostim von Overo. Seine Wirkung auf den Muskel-Sehnen-Apparat und die Zellmatrix ist sehr tiefgreifend.

 

Manuelle Lymphdrainage

Die manuelle Lymphdrainage dient vor allem als Ödem- und Entstauungstherapie. Lymphödem entstehen durch einen gestörten Lymphabfluss, beispielsweise nach einer Operation oder einem Trauma.

Die Pumpleistung der Lymphgefäße soll verbessert werden und so die Lymphe mit ihren großmolekularen Abfallstoffen besser abtransportiert werden. Durch die leichten Griffe wird ein Reiz ans Gewebe gesetzt besser zu arbeiten. Die unwillkürlichen Muskelzellen Lymphangionen antworten mit gesteigerter Pumpleistung.

Indikationen:

  • Postoperative Lymphödeme
  • Angelaufene Beine, Elephantiasis
  • chronische Phlegmone
  • Tendopathien
  • Hufrehe
  • Stresszustände
  • orthopädische und neurologische Erkrankungen, die mit
  • Schwellungen einhergehen, z.B. Verrenkung, Zerrung, Muskelfaserriss
  • Schmerzbekämpfung, vor allem postoperativ

Da es einige Kontraindikationen gibt wird im Vorfeld ein eingehendes Gespräch geführt.

 

Bewegungstherapie

Darunter fallen passive Dehnungen und Bewegungen durch den Therapeuten, sowie aktive Bewegungsübungen, die von Pferd und Hund/Katze selbstständig ausgeführt werden sollen. Weiterhin können Hund und Katze mit Geräten trainiert werden z.B. mit Balance-Pads, Balancier-Donuts/Erdnuss, Therapie-Kreisel, Wippen usw.

Beim Pferd haben wir andere Möglichkeiten mit Geräten zu trainieren. Balance-Pads sind hierbei eine gute Möglichkeit wie auch das Training mit Wippen oder Matten. Weiterhin kombiniere ich Elemente aus dem Horsemanship-Training für gezielen Muskelaufbau.

 

Low-Level-Lasertherapie

Bei der Therapie mit de Low-Level-Laser werden die Mitochondrien

(Kraftwerke der Zellen) stimuliert mehr Energie für de Zellen bereit zu stellen und so die Regeneration des Gewebes zu fördern.

LLLT ist entzündungshemmend, durchblutungsfördernd, schmerzlindernd und wundheilungsfördernd.

 

Therapeutische Ultraschalltherapie

Der therapeutische Ultraschall gehört streng genommen zur Thermotherapie, da es zu einer starken Wärmeentwicklung innerhalb des Gewebes kommt. Weiterhin kommt es zu leichten Vibrationen, da der Schalldruck Kompressionen und Expansionen auf das Gewebe ausübt.

Bei der Ultraschall-Therapie wird Ultraschall-Gel verwendet, welches den Kontakt zwischen Haut und Ultraschall-Kopf herstellt.

 

Thermotherapie

Die Thermotherapie beeinhaltet die Anwendungen von Wärme und Kälte.

Wärme hat einen durchblutungsfördernden, gefäßerweiternden Effekt auf das umliegende Gewebe. Verspannungen und Muskelschmerzen können so behandelt werden. Auch chronische Erkrankungen des Bewegungsapparates (Spondylosen, Kissing Spines, Arthrose...) können durch Wärme positiv beeinflusst werden.

Kälte wird vor allem im akuten Stadium angewendet. Direkt nach einer Verletzung oder Trauma sowie bei Entzündungen.

Kälte wirkt vor allem entzündungshemmend, abschwellend und schmerzlindernd.

 

Wie läuft eine physiotherapeutische Behandlung bei Ihrem Tier ab?

Bitte rechnen Sie für eine Erstbehandlung bei Ihrem Kleintier gute 60 Minute, bei einem Pferd 90 Minuten Zeit ein. Weiterhin bitte ich Sie mir jegliche tierärztliche Untersuchungsergebnisse und Befunde mitzuteilen, um Ihr Tier optimal behandeln zu können. Nach einem Anamnesegespräch kommt eine Gangbild-analyse, die beim Pferd auch gerne unter dem Sattel gezeigt werden kann. Danach folgt die Palpation und Gelenkfunktionsprüfung, darauf hin folgt die Behandlung.

Preise:

  • Kleintierbehandlung: 50,00€ (inkl. 7,98€ MwSt.)
    ab 20 KM + Anfahrtspauschale
  • Pferdebehandlung: 90,00€ (inkl. 14,37€ MwSt.)
    ab 20 KM + Anfahrtspauschale

 

Einige Therapieverfahren und deren Wirkungen sind schulmedizinisch/wissenschaftlich weder bewiesen noch anerkannt. Sie beruhen ausschließlich auf dem Erfahrungswissen der Naturheilkunde. Der Verlauf und Erfolg der Behandlung hängt stets von individuellen Faktoren des Patienten ab. Bei keiner der aufgeführten Therapien verspreche oder garantiere ich eine Heilung oder Linderung einer Erkrankung.

Weiterhin ersetzen meine Dienste keinen Tierarztbesuch.